Excerpt from article "Romantische Jazzbears aus USA" in the July 2000 issue of the German language magazine Puppen & Spielzeug.

(We hope to have en English translation of this article soon)

Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie auch schon die schönen Tage genutz und sind auf Reisen gegangen in Sachen Hobby und Bärenfang? Ich als alter Bär fange zwar nur noch neue Eindrücke ein, aber das macht sehr viel Spaß und ich komme in der Welt herum. Als Redaktionsteddy heir in Bärenhausen kann ich mich ja nur im Winter ein wenig auf die faule Bärenhaut legen, aber zur Zeit gibt es spannende Informationen für Sie, liebe Bären- und Plüschtierfans.

Vor kurzem, noch im Wonnemonat Mai, ist es mir doch passiert, dass ich mich auf meine alten Tage fast verliebt hätte. Auf der "InterBär und -Puppe" in der Schwabenlandhalle in Fellbach sah ich sie: "Hortensia." Keine Angst, ich lege meine rosarote Brille schon wieder ab, denn meine "bärige Flamme" ist über 90 Jahre jünger - und das geht wohl nicht. Aber schwärmen darf ich ja und rosarot hat schon einen Sinn, denn der Kopfschmuck von "Hortensia" ist ebenso rosa wie ihr Näschen, Wie das schon klingt - eine Bärin, die "Hortensia" heißt - einfach traumhaft, meinen Sie nicht auch?

Der Phantasie der Bärenmacherinnen und Künstler sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht außergewöhnlich verspielte und auffällige Bären zu kreieren. Gerade die Aussteller aus den USA lassen sich für ihre Besuche in Europa immer wieder Besonderheiten einfallen.

Virginia Jasmer aus Lomond Springfield, Oregon/USA, besuchte zusammen mit einer kleinen Gruppe Bärenmacherinnen und Bärenmacher aus den USA verschiedene Bärenbörsen in Europa. Ihre Stationen waren dieses Mal Frankreich sowie Heffef und Fellbach. Seit 15 Jahren macht die Künstlerin Bären und freut sich immer wieder auf den regen Gedankenaustausch mit europäischen Bärenmacherinnen und auf ihre Kunden. Diese kommen gezielt an ihren Stand und schauen, was es in diesem Jahr Neues von den "Jazzbears", so die offizielle Firmierung von Virginia Jasmer, gibt. In Deutschland gibt es die "Jazzbears" exklusiv beim "Teddyparadies" in Frankfurt.

Die neuesten Kreationen von Virginia Jasmer ragten in der Schwabenhalle dekorativ heraus: "my heaven angel" eine Bärenversuchung in zartlila mit wunderschönen Flügeln, aufwendigem Halsund Kopfschmuck. Die Häsin "Viola" hatte ihre eigene kleine Gießkanne mit Veilchen mitgebracht und sich eine Blüte an ihr Ohr gesteckt. Bärin "Hortensia" hatte außergewöhnlichen apfelgrün gelockten Langmohair. Ihr Gesicht hob sich durch rotbraunen Mohair ab, und das I-Tüpfelchen erhielt sie durch die rosafarbene Nasengarnierung. Den Kopf umrahmten viele Hortensienblüten aus Seide. Elegant und doch lässig lehnte "Rose" neben "Hortensia". Sie war ganz aus schwarzem Mohair, der Kopf aus lachsfarbenem Mohair und die Nase aus gleichfarbigem Seidengarn. "Roses" Kopfschmuck bestand aus weit auseinandergezogenen Rosenblättern aus Seide. Einziger Körperschmuck war ein grüner Rosenblätterstiel.

Fur Bärenliebhaber, die etwas rustikalere Bären bevorzugen, hatte sich "Amanda" zu der blumigen Gruppe gesellt. Die auberginefarbene Seidenschleife am Hals verleiht der Pandabärin das gewisse Etwas, ansonsten ist sie aber ein Knuddelbär aus zweifarbigem Mohair mit aufwändigem Beinschnitt uns interessanter Augenpartie.